Laserhärten von Werkzeugen: Schneidkanten und Verschleißzonen gezielt härten
Kanten verschleißen zu schnell, aber das ganze Werkzeug soll nicht gehärtet werden? Beim Laserhärten wird nur die Stelle gehärtet, die es braucht, und das Werkzeug verzieht sich kaum. Unser Partnerbetrieb in Tschechien härtet Werkzeuge und Bauteile bis 30 t Gewicht. Zu jedem gehärteten Werkzeug erhalten Sie ein Härteprotokoll mit den erreichten Werten.
Wofür brauchen Sie das Laserhärten?
An Werkzeugen nutzen sich immer dieselben Stellen ab: Schneid- und Trennkanten, Radien an Umformwerkzeugen, Führungen, Schieber oder Kanten an Spritzgießwerkzeugen. Wird das ganze Werkzeug gehärtet, kann es sich verziehen und muss aufwendig nachgearbeitet werden. Beim Laserhärten, auch Laserstrahlhärten genannt, wird nur die Randschicht an der gewünschten Stelle gehärtet.
So bleibt das Werkzeug im Kern zäh, die belastete Zone wird verschleißfest. Das verlängert die Standzeit und spart Nacharbeit.

So funktioniert das Laserhärten

Gezielt erwärmen
Der Laserstrahl erwärmt die Oberfläche genau an der gewünschten Stelle kurz über die Härtetemperatur. Das übrige Werkzeug bleibt kalt.

Selbst abschrecken
Der kalte Grundwerkstoff kühlt die erwärmte Schicht schnell ab. Ein Abschreckmittel wie Öl oder Wasser ist nicht nötig.
Messen und dokumentieren
Nach dem Härten werden die Werte gemessen. Sie erhalten für jedes gehärtete Werkzeug ein Härteprotokoll, das Sie zu Ihren Unterlagen nehmen können.
Welche Härte und Einhärtetiefe für Ihren Werkstoff möglich sind, prüfen wir anhand Ihrer Zeichnung und Werkstoffangabe.
Typische Anwendungen im Werkzeugbau
- Schneid- und Trennkanten an Schneid- und Stanzwerkzeugen
- Radien und Ziehkanten an Umform- und Tiefziehwerkzeugen
- Kanten, Schieber und Führungen an Spritzgießwerkzeugen
- Verschleißzonen an Vorrichtungen und Maschinenteilen
- Große Werkzeuge bis 30 t, die sich im Ofen kaum noch härten lassen
Gut zu wissen:
Laserhärten eignet sich für härtbare Stähle mit ausreichend Kohlenstoff, zum Beispiel viele Werkzeugstähle oder Vergütungsstähle. Nennen Sie uns bei der Anfrage den Werkstoff und markieren Sie auf der Zeichnung, welche Bereiche gehärtet werden sollen. Dann prüfen wir, was möglich ist, und erstellen Ihnen ein Angebot.
Laserhärten oder klassisch härten?
| Laserhärten | Härten im Ofen | |
|---|---|---|
| Gehärteter Bereich | nur die gewünschte Zone | das ganze Werkzeug |
| Verzug | gering, da nur örtlich Wärme eingebracht wird | höher, oft Nacharbeit nötig |
| Abschreckmittel | nicht nötig, der Grundwerkstoff kühlt selbst | Öl, Wasser, Gas oder Salzbad |
| Große Werkzeuge | bis 30 t möglich | begrenzt durch Ofengröße |
| Nachweis | Härteprotokoll mit den erreichten Werten | je nach Härterei |
Muss eine verschlissene Kante erst wieder aufgebaut werden, bevor sie gehärtet wird? Das erledigen wir mit dem Laserauftragschweißen bei der Formenreparatur.
So läuft Ihr Auftrag ab
- Anfrage sendenZeichnung mit den zu härtenden Bereichen, Werkstoff, gewünschte Härte und Gewicht des Werkzeugs.
- Prüfung und AngebotWir prüfen die Machbarkeit und erstellen Ihnen ein Angebot.
- TransportDen Transport Ihres Werkzeugs stimmen wir individuell mit Ihnen ab.
- LaserhärtenDie gewünschten Bereiche werden gehärtet.
- HärteprotokollDie erreichten Werte werden gemessen und dokumentiert.
- RücklieferungIhr Werkzeug kommt mit Protokoll zurück. Die Lieferzeit hängt von der aktuellen Auftragslage ab, die momentane Lieferzeit finden Sie in Ihrem Angebot.
Sie möchten ein Werkzeug laserhärten lassen?
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten und schreiben Sie uns kurz, wir melden uns schnellstmöglich.
Was ist Laserhärten?
Beim Laserhärten, auch Laserstrahlhärten genannt, erwärmt ein Laser die Oberfläche an der gewünschten Stelle kurz über die Härtetemperatur. Der kalte Grundwerkstoff schreckt die Schicht selbst ab, so entsteht eine harte, verschleißfeste Randschicht.
Welche Vorteile hat das Laserhärten?
Es wird nur die belastete Zone gehärtet, das Werkzeug verzieht sich kaum, ein Abschreckmittel ist nicht nötig und der Kern bleibt zäh. Das spart Nacharbeit und verlängert die Standzeit.
Wie schwer darf das Werkzeug sein?
Werkzeuge und Bauteile bis 30 t können lasergehärtet werden.
Bekomme ich einen Nachweis über die Härte?
Ja. Zu jedem gehärteten Werkzeug erhalten Sie ein Härteprotokoll mit den erreichten Werten.
Welche Werkstoffe lassen sich laserhärten?
Härtbare Stähle mit ausreichend Kohlenstoff, zum Beispiel viele Werkzeugstähle und Vergütungsstähle. Ob Ihr Werkstoff geeignet ist, prüfen wir anhand Ihrer Angaben.
Wie tief wird beim Laserhärten gehärtet?
Die erreichbare Einhärtetiefe und Härte hängen vom Werkstoff und vom Bauteil ab. Wir prüfen sie anhand Ihrer Zeichnung und Werkstoffangabe und nennen sie Ihnen im Angebot.
Für welche Werkzeuge eignet sich das Laserhärten?
Zum Beispiel für Schneid- und Trennkanten an Schneid- und Stanzwerkzeugen, Radien an Umform- und Tiefziehwerkzeugen sowie Kanten, Schieber und Führungen an Spritzgießwerkzeugen.
Was ist der Unterschied zum Härten im Ofen?
Im Ofen wird das ganze Werkzeug gehärtet, es kann sich verziehen und muss oft nachgearbeitet werden. Beim Laserhärten wird nur die gewünschte Stelle gehärtet, mit wenig Verzug.
Kann eine verschlissene Kante vorher aufgeschweißt werden?
Ja. Verschlissene Kanten können zuerst per Laserauftragschweißen aufgebaut und dann bearbeitet werden. Das bieten wir bei der Reparatur von Spritzgussformen an.
Was kostet das Laserhärten?
Der Preis hängt von Werkstoff, Größe und Lage der zu härtenden Bereiche und vom Gewicht des Werkzeugs ab. Senden Sie uns Ihre Zeichnung, dann erhalten Sie ein individuelles Angebot.